Farbe finden, Wolle kardieren für Filzschuhe

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Mehr Orange in Koralle oder doch in wieder eher Rosa? Beide Farben gefallen mir sehr gut. Vielleicht benutze ich beide für meine neuen Hausschuhe. Diese hier sind zwar immer noch okay, aber ich freu mich auch über ein Paar neue Filzschuhe.

Pusteblumen aus Filz. Hauchdünner Objektfilz

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Hauchzarte Löwenzahnblüten habe ich gefilzt. Die Pusteblumen hier sind ein kleines Muster von einem geplanten Filzobjekt; Viele Pusteblumen “stehen” auf einem massivem  Eichenholzblock. Gehalten wird der hauchzarte Filz von einzelnen Nylonfäden die an einer Deckenplatte aus gesandstrahltem Plexiglas befestigt sind. Die Halterung ist mit Edelstahlabstandhaltern an der Decke befestigt. Durch seitliche Lichtquellen zeigt sich ein interessantes Schattenspiel. Die Pusteblumen und auch die Propellerchen vervielfache sich, überschneiden einander. Spielen und bewegen sich. Erst wenn der Kunde sich für eine Umsetzung entscheidet wird in 1:1 losgefilzt und gefertigt. Mein Wohnzimmer gibt leider nicht die Raumdimension her die Grundlage der Idee ist.

Licht und Schatten

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Allzu oft monieren Leute dass Ihre Arbeiten abgekupfert oder Ideen geklaut werden. Das ist sicher oft der Fall. Nicht immer weiß man den Hintergrund wie es zu so einer Beobachtung kommt. Bei skypen mit meiner lieben Freundin Anu stellen wir nicht selten fest dass uns die selben Gedanken beschäftigen, sogar auf gleiche Ideen stoßen, manchmal sogar umsetzen. Wer hat dann von wem geklaut? Das Phänomen dass Menschen gleiche Gedanken an unterschiedlichen Stellen auf der Welt haben ist ebenso wenig neu wie die Bienen gleichermaßen erkranken egal ob räumlich voneinander entfernt. Mein Judasbaum zeigt genau die gleichen Merkwürdigkeiten wie der Baum in Tantes Garten 160 km weiter weg. In Asien versteht man es als großes Lob wenn Arbeiten nachahmenswert sind und reproduziert werden. Damit möchte ich den rücksichtslosen Ideenraub nicht beschönigen. Nein, sicher nicht. Immer sollte das Gebot sein achtsam miteinander umzugehen!
Wem diese Arbeit hier bekannt vorkommt und wer so etwas bereits in einem Ausstellungskatalog gesehen hat der hat richtig gesehen; Ich wollte sehr gerne so ein Filzobjekt haben und machte mich über viele Kanäle auf die Suche nach der Frau die das Objekt meiner Freude gefilzt hat. Ganz ohne Erfolg. Selbst dem vermuteten Ehemann und dem Filznetzwerk habe ich geschrieben um ein solches Teil erwerben zu können. Alle Versuche blieben erfolglos. Irgendwann machte ich mich dann selber an die Arbeit. Die Bemühungen hinter der Filzumsetzung bleibt für den Betrachter unsichtbar. Gerne wird sich rasch eine Meinung gebildet, die ohne nähere Informationen durchaus folgerichtig scheint,  ohne zu hinterfragen. Miteinander reden loht immer!
Auf dem Tisch stehend drehe und wende ich die Schüsselchen immer wieder neu und erfreue mich. Mein in Filz gearbeiteter Zengarten.

Nixenhaut

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Wie die Schlange so wächst auch eine Nixe über sich hinaus und verläßt ihre zu klein gewordene Nixenhaut. Und weil loslassen häufig auch weh tut, finden sich in dem verlassenen Körperkleid zu Glas gewordene Nixentränen. Mit etwas Glück findet man eine solche verlassene Hülle. Sich erneuern, über sich hinauswachsen, loslassen. Ein immer wieder kehrender Kreislauf der uns täglich aufs neue fordert.

Insektennester

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Die Schablonen wurden von Frau Rabenfilz gut durchdacht und ich fertigte, um die Herausforderung noch besser zu verstehen und nicht nur Zuschauer zu sein, ebenfalls ein solches Filzobjekt. In den einzelnen Phasen berieten wir worauf es ankommt, was zu beachten sei. Es ist sehr spannend so einen komplexen Filz entstehen zu sehen. Der zweite Durchlauf nimmt die Erkenntnisse des Prototypen auf und die Arbeit ist natürlich dementsprechend leichter. Anu ist ein wahrer Tüftler und das Arbeiten mit ihr ist sehr angenehm!
Eines der runden Formen ist etwa 15 cm im Durchmesser. Jedes Nest hat einen Seitenwand und ist in sich geschlossen. Hier wurde Merinowolle und Seidenfasern verarbeitet.

Lockiger Filzrand

Gotlandlocken

Dieses Filzgefäß ist in Anus Werkstatt entstanden. Weiße Merinowolle, Seidenfasern und Gotlandlocken. Anu tüftelte an ihrem weißen Filzobjekt und ich hatte das große Vergnügen alle Phasen miterleben zu dürfen. Meißtens steh ich in meiner Werkstatt und schlag mich alleine mit etwaigen Problemen herum, tüftel, rätzel und gelegentlich verzweifel ich auch. Es ist bereichernd zu sehen wie ein anderer Handwerker arbeitet und sehr profitabel noch dazu! Das gemeinsame Arbeiten hat neue Möglichkeiten aufgetan und mir sehr viel Freude bereitet. Danke für diese vielschichtige, horizonterweiternde Zeit liebe Anu!

Pomponella

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Meine Lieblingsrose Pomponella. Als läge Schüsselchen in Schüsselchen. Das Prinzip der Babuschkas. Ein Mandala. Sich nach innen konzentrierend, nach außen weitend, sich verschenkend.  Ein Rosenblatt nach dem anderen verlässt den Kern. Eine Seelenbewegung die ich täglich üben. Lange schon wollte ich dieses Thema in Filz umsetzen. Nun ist meine erste Pomponella fertig.

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Filz und Licht

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Wenn ich die Finger im warmen Wasser habe, mein Tempo reduziere, erinnere ich mich immer warum mir das Filzen so am Herzen liegt; automatisch kommt man in einen kontemplativen Zustand. In sich hörend, spürend. Filzen hat heilende Qualitäten. Immer dann frage ich mich warum ich das nicht, so wie früher, täglich mache? Es sind zu viele andere Facetten geformt worden und fordern nun auch ihren Raum. Dadurch stellt sich leider eine gewisse Zerissenheit ein. Für den Moment lege ich den Schwerpunkt in das Filzige, es tut mir gut (meine Nähmaschine schaut mich immerzu auffordernd an, scheußlich!)
Gestern entstand dieser Lichtball. Ein gleichmäßiges Ergebnis macht mir Freude. Die Strukturen zeigen sich ohne Beleuchtung anders als mit Licht und sind für mich wie eine Landkarte. Bald ist dieser Filz schon auf Reisen zur neuen Besitzerin.