Mariendistelsamen

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Hier habe ich schon über die Mariendiestel geschrieben. Der Wickel sieht schön aus und tut mir wohl. Damit der Wickel noch länger warm bleibt habe ich ein in der Form angelehntes Wärmekissen genäht. Der Zyklus der Pflanze ist darauf zu sehen. Aus den Mariendistel-Blüten entwickeln sich bis August oder September die Früchte mit den Samen. An den Früchten hängt zunächst noch ein seidiger Pappus, also eine Haarkrone, ähnlich wie bei Pusteblumen. Dieser Pappus wird bald von den Früchten abgeworfen, im Mariendisteltee wird er nicht verwendet, sondern nur die Samen mit ihrer glänzenden, harten Schale. Um diese für den Tee überhaupt wertvoll zu machen müssen sie vor dem Verwenden in einem Mörser angestoßen werden da sonst die wertvollen Stoffe nicht durch die feste Schale in den Tee gelangen. Ein großer, schwerer Keramikschlegel ist im Mörser sehr hilfreich.

Wärmekissen mit Mariendistelsaat oder die Geschichte vom Seelengold

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Mariendistelsamen begleiten mich immer wieder in Form von Tee, Leberwickeln, als Heilpflanze und als gestalterisches Element. Maria, die Mutter Gottes ist hier in Bayern sehr präsent. Mir hat der Hintergrund zur Mariendistel und die Geschichte der Sternenfahrt sehr angesprochen. Um das beschriebene Bild für meine Kinder greifbar zu machen habe ich ein Kissen zum Erwärmen genäht und mit dem BSR-Nähfuß frei bestickt. Mittlerweilen habe ich herausgefunden wie das konfortabel geht. Das Leibchen, welches Maria für ihr Kindlein webt, ist noch nicht fertig gewirkt, wir alle können jeden Tag mit ein bisschen “Erden-Seelengold” helfen es zu vervollständigen. Ein anderes Bild für das Sprichwort “Jeden Tag eine gute Tat”. Glänzende Fäden mischen sich mit matten Goldfäden, so wie sich das Gold des Himmels mit den guten Taten der Kinder verbindet. In Anlehnung an die Gestalt der Mariendistel ist die Rückseite mit einem zackenhaften Zerstich veredelt. Zartlila durchwirken die Stiche das alte Leinengewebe. Gefüllt ist das Kissen mit den Samen der Heilpflanze. Sie duften erdig und lassen sich gut erwärmen. Weil sie einen hohen Fettgehalt haben kann sich die Wärme länger halten als es Kirschkerne tun. Natürlich liegt ein solches Kissen wunderbar auf der Leber. Thematisch und energetisch ganz und gar erfüllt vom Gedanken rund um Maria und ihrer Heilpflanze.