Dankeschön!

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Herzlichen Dank für all die freundlichen, lobenden und überaus netten Mails die mich zu meinen Blogüberlegungen überrascht habe. Sie sind mir alle wertvoll! Nicht zuletzt deshalb weil ich keineswegs regelmäßig solchen Rückmeldungen bekomme. Das liegt natürlich vor allem an mir weil mein Blog keine Kommentarmöglichkeit anbietet.

Als ich den Blog begann habe ich mich ganz bewusst gegen eine Kommentarfunktion entschieden. Wohl wissend um die wertvollen Vorteile. Es ist mir bis heute wichtig Dinge zu tun weil ich sie tun will, den Impulsen Ausdruck zu verleihen die sich in mir durch unterschiedliche Impulse bilden. Möglichst frei von den Einflüssen die durch die Wertschätzung und/oder Bewertungen von Außen kommen.

Eine Interaktion steuert und gestaltet mit. Das ist in vielerlei Hinsicht gut und bringt unterschiedlichste, gesellschaftliche, Entwicklungen auch voran. Doch es liegt darin auch das Moment Dingen einen anderen Charakter, eine andere Richtung zu geben, die Möglichkeit sich unbewusst oder auch bewusst zu dem Hinzuwenden was die Menschen gut finden, sehen wollen, was sie anspricht. Das ist dann aber ein ganz anderer Ansatz.

Vor allem aber wird die Motivation unter Umständen eine ganz andere. Der vielleicht wichtigste Aspekt an meiner Entscheidung ist, dass ich mich nicht “verführen” lassen will. Lob und Anerkennung tun gut, keine Frage und helfen, vor allem kleinen Menschen ebenfalls sich zu entwickeln. Aber nur in einem gewissen Mass, in  Augenhöhe und wenn daraus eine Selbständigkeit und Selbstwert erwächst die/den man auch innerlich halten kann ohne ihn übermäßig von außen zu nähren. Durch die Reichweite im Netzt, die wir analog wohl kaum haben, kann es zu einer anderen Dimension dieser Rückmeldungen kommen. Da lese ich bei reichweitenstarken Blogs dann Kommentare die sich in Bewunderungen nur so überschlagen dass mir schwindelig wird. Diese Art erweckt, pflegt, Gefühle und bestimmte Eigenschaften die mir nicht helfen mich in die Richtung persönlich zu entwickeln für die ich mich entschieden habe. Natürlich kann und soll das jeder für sich entscheiden!

Doch gibt es ja die Möglichkeit sich auch in einem gewissen Rahmen öffentlich bei mir zu äußern. Auf Facebook, wer es will.

Die Rückmeldungen zeigen mir das es da draußen schon Leute gibt die tatsächlich auch lesen. Und der Grundgedanke dieses Blogs so ankommt wie von mir erhofft. Das gefällt mir gut und ich bedanke mich herzlich bei allen die bei mir rasten!

Malen mit Wolle. Wollbilder. PAINTING WITH WOOL. WOOL PICTURES

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Wir haben einen großen Holzbilderrahmen, bespannt mit Schurwollfilz, zum legen von Wollbildern. Lange Zeit war der Hintergrund ein königsblauer Filz. Auf ihm sind die Farben gut zu sehen, auch helle, und alles ist kontrastreich. Mir war das in all den Jahren immer zu farbintensiv, zu kräftig, zu laut. Weil der Filz wertvoll ist habe ich immer gezögert ihn ab zu nehmen und neu zu bespannen. Auf Verdacht sozusagen. Endlich habe ich es gemacht und frage mich nun warum nicht schon längst. Jetzt stimmt es für mich. Sanfte Farben wirken, Wolle kann wunderbar gemischt werden und alle Nuancen können wirken. In den letzten Jahren haben die Kinder Wollbilder gelegt. Je nach Stimmung, Jahreszeit oder Jahresfesten. Jetzt habe ich ihn bei mir und genieße das feine Zupfen und Auslegen der Wolle. Wichtig ist dass die einzelnen Wollstückchen hauchdünn gelegt werden. Sie sollen schweben wie eine Feder wenn sie von hoch oben über dem Tisch fallen gelassen werden. Das fällt Kindern, aber auch Erwachsenen, gar nicht so leicht. Stück für Stück wird gelegt und gearbeitet. Geduldig. Von hell nach dunkel und Lage für Lage. Wunderbare Farbmischungen ergeben sich. Ein Gefühl für das Mischen von Farben ergibt sich automatisch. Am Ende kann, ganz sachte mit einem Bügeleisen manches flacher gebügelt werden, anderes bleibt etwas erhaben. So wird alles noch plastischer. Wenn das Bild fertig ist kann es auch, so gewollt, von der Filzunterlage abgehoben werden. Das gelingt meist beinahe ganz schadlos. So können kleine Bilder in Kärtchen verschickt werden, in neue Rahmen wandern. Ruhig ist diese Arbeit, langsam und innig.
Ich wünsche allen ein gutes Neues Jahr 2013. Möge es ein gesundes und erfülltes für uns alle werden!

We have a big wooden frame covered with a felt out of new wool to make woolen pictures on. For quite a long while the colour of the felt background was prussian blue. Coulours showed up splendidly, even the light ones, with a lot of contrast. But in all these years the hue was too vivid, too strong, too loud for my taste. Because it was valuable I always hesitated to take the felt off. Finally I did and now I ask myself why I haven´t already done so. Now I think it is just right. Wool can be wonderfully mixed and all shades of colour, pastell and otherwise, show up effectively. During the past years the children have created wool pictures on it. According to mood, time of year or the year´s holidays. Now it is back with me and I am enjoying plucking and laying out the wool. It is important to lay out the pieces of wool very thinly. They should float like a feather when dropped over the table from higher up. That is not easy, not only for children but also for adults. Piece by piece is laid out and worked with. Patiently. From light colours to dark ones and layer by layer. Wonderful mixtures appear. Getting a feel for the colours comes automatically. After finishing parts can be flattened with an iron, other parts remain elevated. That gives it a greater three-dimensional effect. If desired, the picture can be removed from the felt background when finished. That usually can be done without damaging it. In this way small pictures can be mailed in cards or wander on into new frames. This kind of work is tranquil, slow and heartfelt. I wish all of you a good new Year 2013. May it be a year of good health and fulfillment for all of us.